Das Medium Film fasziniert die Menschen seit Erfindung der ersten Filmkamera von Louis Le Prince im Jahre 1888. Mit Erfindung des ersten Rollfilms durch Hannibal Goodwin war der entscheidende Schritt von der Serienbildaufnahme (Chronophotographie) zum Film von der Rolle getan. Seit 1889 produzierten George Eastman und George Alfred Blair in Kent (England) den auch heute noch verwendeten Celluloid-Rollfilm. Seit jeher bahnte sich der Film den Weg von den Lichtspielhäusern und Kinematheken über die Rundfunkanstalten bis ins Internet.

Mit zunehmender Popularität des Internets wuchs die Anzahl privater Anschlüsse und die Bandbreite stieg kontinuierlich. Anfang der 90er Jahre ging eine Vielzahl der Internetnutzer noch mit langsamen 28k-Modems ins Internet. Diese boten eine Bandbreite bei der man von Videostreaming im Internet nur träumen konnte. Diejenigen, die in den Genuss einer 56k oder ISDN (64k) Internetverbindung kamen, konnten bereits briefmarkengroße Videos von miserabler Bild- und Tonqualität im Real Media Format mit dem Realplayer streamen. Dies war ein erstes komprimiertes Videoformat, welches durch extreme Reduzierung der Datenmenge das Videostreaming bereits mit einem 56k Internetzugang ermöglichte. Darunter litten jedoch Größe und Qualität des Bildes und die Qualität des Tons.

Seit 2002 setzen sich Breitband DSL-Anschlüsse auch in Privathaushalten immer mehr als Standard durch. Neue Kompressionsverfahren werden stetig entwickelt und weiterentwickelt. Mit Einführung des Flash Video Container Formats (FLV) erfährt der Film im Internet eine Revolution. Die ersten ernstzunehmenden Videoplattformen wie YouTube (Februar 2005), DailyMotion (März 2005) und MyVideo (April 2006), in denen jedes registrierte Mitglied kostenlos seine privaten Videos veröffentlichen kann, wurden entwickelt. Zehn Jahre später gibt es eine Vielzahl solcher Video Communities und spezieller Videoplattformen, von denen die Wichtigsten später erläutert werden.

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